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Heimatstolz während der EM

„The Fields of Athenry” thematisiert die irische Hungersnot zwischen 1846 und 1849: Ein Mann stiehlt Getreide um seine Familie zu ernähren und wird schließlich nach Australien verschleppt. Geschrieben wurde die Hymne in den 70er Jahren von Pete St. John und steht seitdem für den irischen Freiheitskampf.

Einen der emotionalsten Momente während der EM bescherten die Iren zum Ende ihres Spiels gegen Spanien in Danzig. Wenige Minuten vor Abpfiff stimmten die irischen Fans ihre Hymne („The Fields of Athenry”) an. Trotz der 4:0-Niederlage bewiesen sie Patriotismus und stellten sich hinter ihre Mannschaft.

Patriotismus und Fußball: das ist eine explosive Kombination – zumindest in Deutschland. Die einen sagen, Fahnen schwenkende Fans mit schwarz-rot-goldener Gesichtsbemahlung muss man wegen der deutschen Vergangenheit kritisch betrachten, andere sehen Nationalstolz im Fußball als Pflicht. Wenn dann Spieler wie Mesut Özil wegen ihrer türkischen Herkunft die Nationalhymne nicht mitsingen, fordern Politiker wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) direkt nach einer „Hymnenpflicht“. Dabei gibt es gute Gründe, warum Özil und Co. schweigen, wenn die Nationalhymne ertönt.

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